Mensa-Menüs machen mächtig Appetit Artikel

Mensa-Menüs machen mächtig Appetit

Artikel vom 14. Oktober 2008

Nicht nur Schüler kommen in den Genuss der Speisen, sondern auch Verwaltungsmitarbeiter. Am Premierentag herrscht großer Andrang in dem 400 Quadratmeter großen Neubau.

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Neunkirchen-Seelscheid - „Nur die grünen Dinger hier mag ich nicht", sagt Miguel Gülec und pickt ein paar Böhnchen aus dem Gemüsereis. Ansonsten ist der Achtjährige aber mit dem Menu in der neuen Schul-Mensa in Neunkirchen hochzufrieden. Unter verschiedenen Gerichten, darunter viel Gesundes wie Gemüse aus dem Wok, konnte er auswählen und darf sich für insgesamt 2,90 Euro so oft nachnehmen, wie er möchte. Mit seinen Schulkameraden aus der offenen Ganztagsgrundschule gehört Miguel zu den ersten, die den 400 Quadratmeter großen, hellen Raum am Premierentag in Beschlag nehmen. Es dauert nicht lange, und schon bilden sich Schlangen an den beiden Ausgabetheken. Sowohl aus der nur wenige Schritte entfernten Hauptschule, als auch aus der Realschule strömen immer mehr Jugendliche in den quadratischen Neubau an der Rathausstraße. Einige Hundert sind es schließlich.

Auch Familienamtsleiter Karl-Heinz Franken ist an diesem ersten offizielle Betriebstag der Mensa erschienen, um zu sehen, wie der Betrieb läuft. „Wir werden mit den Schulen eine Regelung finden, damit nicht alle gleichzeitig kommen", verspricht er. Versorgen soll die zu zwei Dritteln vom Land finanzierte Mensa in Zukunft sämtliche Schulen der Gemeinde. 215 Sitzplätze stehen zur Verfügung.

Die Hauptschüler, die bereits im Ganztag sind, sollen hier essen, aber auch die Realschüler, die klassenweise bereits nachmittags unterrichtet werden und möglicherweise bald ebenfalls in den Ganztag starten. Außerdem werden hier die Schüler der Offenen Ganztagsgrundschule verköstigt. Die Rathausmitarbeiter können hier essen und vielleicht auch bald schon Tafelberechtigte, wird in der Verwaltung überlegt, so Bürgermeister Helmut Meng.

Die Grundschulen in Seelscheid und Wolperath ebenso wie das Antoniuskolleg sollen ab November ebenfalls von Neunkirchen aus ihre Mahlzeiten geliefert bekommen. Auch jetzt werden diese Schulen schon von dem Mensabetreiber, den DK-Integrationsbetrieben, mit Essen versorgt, allerdings vom Standort Bonn aus. Auch einige Kindergärten hofft man in Zukunft von Neunkirchen aus beliefern zu können. 1000 Essen möchte man mittelfristig hier produzieren, sagt Geschäftsführer Christoph Rohm.

Der Gastronomiebetrieb hat vor Ort 20 neue Arbeitsplätze entstehen lassen. Davon profitiert zum Beispiel Mensa-Hauswirtschafterin Gabi Schattner. Nachdem sie vorher in Siegburg arbeitete, freut sie sich, dass sie nun an ihrem Wohnort Arbeit gefunden hat. Eine Besonderheit der DK-Integrationsbetriebe ist, dass das Unternehmen zu einem Viertel Schwerbehinderte einstellt. Der Betrieb wird deshalb fünf Jahre lang finanziell durch den Landschaftsverband Rheinland und die Aktion Mensch unterstützt. So hat etwa die Taubstumme Enza Geuntea aus Neunkirchen eine Stelle als Küchenhilfe in der Mensa angetreten.

Von 11.30 Uhr bis 14 Uhr hat die Mensa momentan in der Mittagszeit geöffnet. Doch auch schon morgens vor der Schule werden belegte Brötchen angeboten und in den Pausen. Dieser Service sei bereits am ersten Tag sehr stark genutzt worden, hat Karl-Heinz-Franken festgestellt. Wie zukünftig die Beaufsichtigung während der Mittagspause durch Lehrer aus den verschiedenen beteiligten Schulen geregelt wird, will man übrigens nach einem einwöchigen Probelauf festlegen, sagte Rainer Hennes, stellvertretender Schulleiter der Hauptschule Neunkirchen.


Quelle: Kölner Stadt Anzeiger
www.ksta.de/html/artikel/1218660679790.shtml

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